Sonnen-Eruption: Was der heftige Sonnensturm auf der Erde bewirkt

By | 7. September 2017

Einen Sonnensturm von vergleichbarer Heftigkeit hat es zuletzt vor zwölf Jahren gegeben: Eine Eruption wie die am Mittwoch gegen 14 Uhr setzt Energie frei, die jenseits der menschlichen Vorstellungskraft liegt. Mehrere Milliarden Atombomben auf einer zehnfachen Erdoberfläche – so beschreibt das “Hamburger Abendblatt” das gewaltige Ausmaß. Eine solche Stärke lässt auch die Erde nicht unberührt, es kam zu Störungen des Mobilfunks und von GPS über Europa, Afrika und dem Atlantischen Ozean, wie eine Illustration von spaceweather.com zeigt. Optisch hält der Sonnensturm jedoch noch Nachwirkungen bereit, auf die man sich mit Glück auch in Deutschland freuen kann: Polarlichter.

Mit den Eruptionen werden auch riesige Gasmassen ins All geschleudert, die länger unterwegs sind als die Röntgenstrahlung, die die Störungen ausgelöst hat. Während letztere nur acht Minuten Zeit benötigte, kann das Gas bis zu zwei Tagen brauchen, um uns zu erreichen. Um Polarlicht sehen zu können, braucht es allerdings eine Grundvoraussetzung: eine sternklare Nacht in den Morgenstunden des 8. September.

Die Nasa hat den Sonnensturm aufgezeichnet und das Video bei Facebook verbreitet.

Wann und wo eine Chance auf die Sichtung des grünen Nordlichts besteht, verrät die Website sonnen-sturm.info in ihrer Polarlichtvorhersage. Dort zeigt der sogenannte Kp-Index, der eine planetarische Kennziffer darstellt, die Schwere des aktuell stattfindenden geomagnetischen Sturmes. In tabellarischer Übersicht werden tage- und stundenweise die Zeiträume angegeben und die Chancen auf Sichtung. Auf die Zeitangaben in universal time (UT) müssen in Deutschland wegen der noch geltenden Sommerzeit zwei Stunden addiert werden.

Mit bloßem Auge sind die Chancen relativ klein, mithilfe einer Kamera steigen sie jedoch: Das Phänomen nennt sich “fotografisches Polarlicht”.


Source: Sonnen-Eruption: Was der heftige Sonnensturm auf der Erde bewirkt

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